Schwer beeindruckt von der Lüneburger Heide und angenehm angetan vom Wohnmobilstellplatz in Oberhaverbeck direkt an der Lüneburger Heide nahmen wir die letzte Etappe entlang der Bundesstraße 3, der deutschen Route 66, in Angriff. Die Köhlbrandbrücke Hamburg – das Ende der B 3, zumindest das offizielle nördliche Ende, wollten wir uns nicht entgehen lassen.
> Der erotische Weg nach Hamburg
> Die Köhlbrandbrücke – das offizielle Ende der B 3
> Birte und Wohnen mit Zitronen (Zitronen-WG, Zitronen-Bude)
> Alter Elbtunnel und Zitronen-Foto-Shooting
> Elphi – die Elbphilharmonie
> Interessante und weiterführende Links – Kontakte
> Hilfreiche Links für Wohnmobilisten und Camper-Fans
Der „erotische“ Weg nach Hamburg
Bei Wintermoor stießen wir wieder auf die Bundesstraße 3. Das Endziel vor Augen cruisten wir gemütlich gen Hamburg, gespannt, was uns die Köhlbrandbrücke, bietet.
Plötzlich standen an den Wegesrändern, bzw. Waldwegeinfahrten Wohnwägen, die uns Rätsel aufgaben. Ist schon ein komischer Platz, um seinen Caravan dort abzustellen. Auffällig war, dass die Gasfachabdeckungen an der Deichsel mit einem leuchtenden Pink verziert waren. Einige Zeit später wurde das Rätsel gelöst, als wir eine junge Frau am Fenster sahen, die sich lasziv räkelte und ihre Oberweite ins Fenster hing. Noch etwas weiter wurden wir beim Vorbeifahren Zeuge, wie sich, ebenfalls eine junge hübsche Frau, anscheinend dem Training des Reitsportes widmete, weil sie rhythmische Reitbewegungen vollführte. Vorhänge konnte die sich anscheinend nicht leisten.
Da kann es schon mal sein, dass ein LKW oder PKW während der Stoßzeit (wieder so ein zweideutiges Wort) am Straßenrand parkt und den Verkehr behindert, also den Straßenverkehr, weil es Mann mutmaßlich zwischen den großen Zehen mächtig gedrückt hat. Tja, hat der saloppe Spitzname für den Wohnwagen „Bumscontainer“ vielleicht sogar hier seinen Ursprung?

Leider etwas unscharf, da spontan, beim Fahren und mit Handykamera…

Bei Övelgönne gibt es eine berühmte Kreuzung – in zweierlei Hinsicht. Hier stoßen die Soltauer Chaussee (B 3) mit der Hamburger Chaussee (B 73) zusammen.
Zum einen ist es eine geschichtsträchtige Ecke, an der sich schon seit Beginn der B 3 zahlreiche schwerwiegende Unfälle mit Todesfolgen ereignet haben. Früher hatte sie wohl den Beinamen „Todeskreuzung„.
Und zum anderen, weil an genau dieser Ecke ein riesen Plakat prangte, das beim ersten Hinsehen wie Werbung einer PKW-Pflege-, oder Lackier-Firma anmutete. Die Aufschrift „Wir polieren dir dein bestes Stück„, müsste der Wortlaut gewesen sein.
Spätestens beim Recherchieren zur B 3 kamen mir dann doch massive Zweifel und es stellte sich heraus, dass das Plakat zur Caribien Bar gehörte, wo entsprechende Damen die „Politur“ vornahmen.
Was es nicht alles gibt…
Die Köhlbrandbrücke
Wenig spektakulär ist die weitere Stecke, außer, dass dieses Monument der überspannenden Straßenbaukunst schon von weitem zu sehen ist.
Die Brücke wurde 1974 erbaut, hat eine Länge von über 3,6 Kilometern, hat mit 53 Metern seinen höchsten Durchfahrpunkt und kommt schon langsam in die Jahre. Ein Neubau bis 2040 mit über 70 Metern Überfahrthöhe ist deshalb in Planung.
Wenn man bedenkt, dass man zig Meter über dem Abgrund mit zahlreichen anderen Fahrzeugen dahinfährt, ist es wirklich erstaunlich, dass die Statik und das „bisschen“ Material dieser Belastung standhält.
Höhenangst ist da keine gute Voraussetzung, denn für den einen oder anderen ist die Überfahrt eine Herausforderung.
Nur, wie kommen wir jetzt auf die Brücke, stellte sich uns die Frage, denn die Straßenführung hatte uns das Finden der Auffahrt ziemlich erschwert. Grund waren zahlreiche Baustellen, Sperrungen und Umleitungen, die uns manchmal durch unverständliche Hinweise in die Irre führte.
Sabine hantierte parallel mit Handy und Navi, um mich durch das unbekannte Straßengewirr bei hohem Verkehrsaufkommen zu lotsen. Dabei hat sie ganz vergessen, die Kamera bereitzuhalten und die Handykamera einzuschalten, denn plötzlich waren wir auf der Auffahrtsrampe. Noch ganz überrascht und leicht gestresst konnten wir das Erlebnis nicht wirklich genießen, dass wir nun auf dem langersehnten Bauwerk waren. Anhalten geht nicht, Park- oder Haltebuchten Fehlanzeige, also weiter mit dem Strom der Blechlawine.
Auf der anderen Seite umzukehren, um die Überfahrt bewusster zu genießen, war bei dem Verkehr und der Straßensituation keine Option. Also müssen wir uns und ihr euch mit dem vorhandenen Bildmaterial begnügen.



Müde – und ab Richtung Ochsenwerter Elbteich
Unser letzter B 3-Thementour-Schlafplatz ist im Hamburger Wohnviertel Bergedorf im Marschlande bei Axels Gemüsegärten, einem Landvergnügen-Stellplatz.
Hier verbrachten wir die Nacht, bevor es am nächsten Tag in die Metropole Hamburg ging. Ein spannender und ereignisreicher Tag stand bevor:
Birte und die Zitronenbude (Zitronen-WG, oder Wohnen mit Zitronen)
Wir wissen gar nicht mehr, wie wir Birte mit ihrem Zitronenprojekt überhaupt kennengelernt haben. Auf alle Fälle hat sich im Laufe der Zeit ein angenehmes Verhältnis zwischen uns entwickelt. Denn immer, wenn wir eine frische Lieferung BIO-Zitronen aus Sizilien bekamen, bewegten wir einige ausgewählte Zitronen eine weitere Reise nach Hamburg zu machen und in die Zitronen-WG einzuziehen.
Das Projekt „Wohnen mit Zitronen“ ist so skurril, dass wir uns manchmal vor Lachen kringeln.
Birte schreibt sozusagen ein Drehbuch und lässt die Zitronen mittels Stop-Motion in verschiedensten Situationen agieren.
Inzwischen bekommt sie so viel Unterstützung von außen, dass ihr die Ideen nur so zufliegen. Aber auch Einrichtungsgegenstände & Co. en miniature bekommt Birte und lässt sie in ihre Filme mit einfließen.
Was die Zitronen so alles treiben, könnt ihr bei Instagram anschauen.
Alter Elbtunnel und das Zitronen-Shooting
Wir trafen uns mit Birte an den Landungsbrücken und logisch, dass sie ein paar gelbe Bewohner aus der Zitronen-WG mitgebracht hat.
Schon an den Landungsbrücken drängte es die Zitronen, sich ablichten zu lassen. Ein bestimmtes Ziel hatten wir nicht und Birte schlug vor, den alten Elb-Tunnel zu besichtigen und beschreiten.
Der alte Elbtunnel besteht eigentlich aus zwei Röhren, wobei aufgrund Renovierungsarbeiten bei unserem Besuch nur eine begehbar war. Mit 426,5 Metern Länge und ca. 24 Metern unter dem Wasserspiegel der Elbe ist der Tunnel für Fußgänger und Radfahrer nutzbar. Entweder über Treppen oder großen Lastenaufzug gelangt man in die Tiefe, oder natürlich wieder nach oben. Die Röhren sind mit hellen Kacheln verkleidet, die mit grünen Motivkacheln ergänzt werden und einen schönen Kontrastpunkt bilden.
Der beeindruckende Tunnel steht unter Denkmalschutz und bedarf fortlaufend einiger Sanierungsarbeiten.
Also diesen Tunnel beschritten wir und schon der Eingang ist ein Erlebnis. Den sehr speziellen Aufzug mit manuell betätigtem Schiebegitter überließen wir den Radfahrern mit ihren Vehikeln und wählten den Treppengang. Auch in diesem Bereich war aufgrund Sanierungsarbeiten einiges abgehangen, sodass uns der Blick auf interessante Details verwehrt blieb.
132 Treppenstufen später standen wir vor der eigentlichen Röhre, die uns unter der Elbe hindurch zum anderen Ufer führte. Durchgehend gekachelt, mit erwähnten Schmuckfliesen, macht der Tunnel einen angenehmen, sauberen und atmosphärisch besonderen Eindruck. Man darf nur nicht in die Mitte auf die Fahrbahn geraten, sonst ist eine schmerzhafte Kollision mit einem Radler vorprogrammiert.
Am anderen Ende des Tunnels angekommen stiegen wir die Treppen wieder nach oben ans Elbe-Ufer bei Steinwerder. Dort gibt es einen netten Aussichtspunkt, von dem man die St. Pauli Landungsbrücken überblicken kann. Als wir an der Mauer standen, gesellten sich zwei Möwen zu uns, es müssten Mantel-Möwen gewesen sein. Neugierig beäugten sie uns, als wir unsere Snacks auspackten und trippelten immer näher. Auch die Zitronen bemerkten dies und ließen sich nicht nehmen, mit den gefiederten Freunden fotografiert zu werden.
Ein wenig Muffensausen hatten die gelben Besonderheiten schon, aber der Mut war stärker.













Die Elphi – Elbphilharmonie
Ja, auch Zitronen werden müde und drängten nach Hause, zumal Birte noch einen Abendtermin wahrnehmen musste. Wir verabschiedeten uns auf zitronisch und strebten das nächste Wahrzeichen Hamburgs, die Elphi, sprich Elbphilharmonie, an.
Obwohl die Zeit vorangeschritten war und der letzte Einlass auf die Besucherplattform der Elphi kurz bevor stand, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, dieses imposante Bauwerk zu besuchen. Nachdem wir erst Tickets holen mussten, deren Anzahl übrigens beschränkt ist, beschritten wir den Eingang und standen mit offenem Munde vor einer ewig langen Rolltreppe (ca. 80 m). Die führte Richtung Plaza, der Besucherterrasse des architektonisch herausragenden Gebäudes. Auf 37 Metern Höhe bietet sie einen genialen Panoramablick auf den Hafen und einen Großteil der Stadt.
Von der Plaza aus kann man um das ganze Gebäude herumgehen und Hamburg mal ganz anders betrachten. Für Souvenir-Fans steht im Inneren ein gigantischer Andenken-Shop mit allen erdenklichen Varianten bereit.










Das war ein sehr ereignisreicher Tag, an den wir immer wieder einmal zurückdenken müssen.
Mit den Öffis ließen wir uns zu unserem Landvergnügen-Stellplatz bei Axels Gemüsegärten zurück chauffieren und schlossen mit einem leckeren Abendessen ab, zu dem Axel mit einem frischen Feldsalat beitrug.
Der nächste Tag war leider schon mit dem Beginn unserer Rückreise geplant. Der Zwischenstopp sollte Einbeck, die Bierstadt, sein.
Sollte…
Wir sehen uns…
Happy Camping & Cooking,
eure Freizeitnomaden und Genußjunkies
Thomas & Sabine
Text, Luftaufnahmen, Storytelling: Thomas Luciow
Fotografien, technische und grafische Umsetzung: Sabine Hennek (Genussfotografin)
Interessante und weiterführende Links
Kontakte
> Birte Maskalis Impressum (Wohnen mit Zitronen) / Instagram @wohnenmitzitronen
> Elbphilharmonie Hamburg
> Alter Elbtunnel Hamburg
Hilfreiche Links für Wohnmobilisten und Camper-Fans
Hier haben wir einiges für euch zusammengetragen, was wir im Laufe der Zeit für notwendig erachtet und uns angeschafft haben.
In eigener Sache geht es um das Thema Content- und Recipe-Creator, sowie hochwertige Fotografie im Bereich Food, Natur und Landschaft.
Die Links führen euch zu tollen Angeboten der Hersteller, hochwertigen Gadgets und reichhaltigem Zubehör.
Beispielsweise:
– RoadBaker – der mobile Camperbackofen der neuen Generation. Lecker backen, überbacken, aufbacken und kochen, mit wenig Energieaufwand.
– Euralight LED-Zusatzscheinwerfer (Lightbars) – für reichlich Licht in der Dunkelheit. Die Variante, die sich hervorragend in den Kühlergrill integriert. Natürlich gibt es auch weiter Scheinwerferarten und reichlich Zubehör für Wohnmobile, Campervans, Jeeps, Offroader und vielen mehr.
– Effektive Mikroorganismen – für Sauberkeit im Camper oder Wohnmobil. Zum Spülen, den Wassertank und die Grundreinigung, Keramik-Pipes für den Frischwassertank u.v.m. MEs wirken der Geruchsbildung entgegen und fördern den Abbau organischer Stoffe.
– Landvergnügen Digitaler Stellplatzführer für D + AT + CH – die App, wenn es um ruhige und naturnahe Stellplätze bei netten Gastgebern geht. Wir lieben diese App, denn sie hat uns viele schöne Momente und angenehme Begegnungen beschert.
Wir würden uns freuen, wenn ihr uns auf diesem Wege unterstützt.



