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Fahresmühle und Schwedenschanze

Fahresmühle und Schwedenschanze. Die Fahresmühle, auch Mühle Wunderlich genannt im Bild von oben als Vierseitgebäude.

Die Fahresmühle – Müllerhandwerk und Lost Place zugleich
Unser Stellplatz
Landschaftspark Bettenburg
Schwedenschanze mit Aussichtsturm
Fazit


Eines unserer Wochenendtrips führten uns Richtung Haßberge. Beim Recherchieren nach einem ruhigen Platz stach uns ein Mühlenanwesen ins Auge, das außerhalb einer Ortschaft lag.
Die Fahresmühle und Schwedenschanze waren nun das präferierte Ausflugsziel.
Von Hofheim in Unterfranken sind es nur noch ca. 7 Kilometer in nordöstliche Richtung durch Manau bis zur Fahresmühle. Unser Abenteuer Fahresmühle und Schwedenschanze kann beginnen.

Geduckt in einer Senke liegt der ansehnliche Gebäudekomplex, bei dem der hohe rote Mühlenturm farblich heraussticht. Die Fahresmühle, oder auch bekannt unter Mühle Wunderlich, hat eine über 300 Jahre alte Tradition.
Herr Wunderlich, der Herr über Walzenstuhl und Co. mahlt täglich die verschiedensten Getreidesorten. Was uns besonders freute ist, dass es auch Getreide und Mehle in Bio-Qualität gab.
Herr Wunderlich ist noch ein richtiger Müller der 6. Generation, der auch kleine Chargen mahlt. Er ist über die Grenzen Hofheims hinaus bekannt, denn er bekommt Anfragen zum Mahlen aus den verschiedensten Regionen.
Früher stand er schon mal um 4.00 Uhr auf und belieferte Bäckereien aus der Region. Anschließend ging es ans Mahlen bis in die späten Nachmittagsstunden.
Heute kann er sich auf sein Müllerhandwerk konzentrieren und hat sein Tätigkeitsfeld darauf abgestimmt.
Ein kleiner, schnuckeliger Hofladen schließt sich der Mühle an. Darin findet man neben verschiedenen Getreidesorten und Mehlen auch Nudeln, Müslis und Cerealien, Backzutaten und Honig.
Ergänzend erhält man ein gut sortiertes Tierfutter-Angebot.

Lost Place

Eigentlich hätten die Nebengebäude und sehr alte Zeugen der Zeit das Potenzial für ein Museum. Ein alter Holzvergaser und ein riesen Oschi an Dieselaggregat sind darin zu finden. Natürlich nicht mehr funktionsfähig, aber sehr, sehr interessant.
Dazwischen versteckt sich noch ein uraltes Sägewerk, welches nur noch privaten Zwecken dient.
Man kann das Leben von früher noch spüren, denn über zwei Generationen wurde nichts angerührt oder verändert.
Eine offizielle Besichtigung ist leider nicht möglich und auch nicht gewünscht.
Wir durften auch nur einen kleinen Einblick erhalten, waren dafür aber sehr dankbar.

Unser Stellplatz

Wir durften vor dem Mühlenturm am leise vor sich hinmurmelndem Bächlein, der Baunach, stehen. Für Thomas war der Platz ideal, weil uns die Schwarzerlen Schatten spendeten.
Tagsüber tut sich einiges auf der oben vorbeiführenden Straße, in der Nacht hingegen herrscht absolute Ruhe. Sogar Nachtvögel hört man vom nahen Wald.
Gekocht haben wir natürlich wieder auf unserer Rakete mit dem Dutch Oven. Einmal gab es mit Hackfleisch gefüllten Kürbis und am nächsten Tag ließen wir uns Artischocken mit Schmand-Dip und anschließendem Pasta-Gericht schmecken.
Was wir im Campervan und zu Hause alles so schmurgeln seht ihr in unserem ONLINE-KOCHBUCH.
Bei Interesse an unseren leckeren Gewürzmischungen schaut gerne in unserer Manufactur vorbei unter Camp ‘n’ Cook.
Bei Interesse an der Mühle Wunderlich, oder Fahresmühle geht es HIER lang.

Die Ver- und Entsorgung kann man unkompliziert in Hofheim erledigen. Am dortigen Wohnmobilstellplatz in der Johannisstraße 30 stehen auch einige Plätze zur Verfügung. In der Winterzeit ist der Platz jedoch geschlossen.
Ein größerer Platz befindet sich am Landgasthof Burgblick, aber anscheinend nur für Wohnwägen. Die Seite gibt in Bezug auf Campervans und Wohnmobile nichts her.

Ausflug zum Landschaftspark Bettenburg

Spontan hatten wir uns entschieden, einen längeren Spaziergang zu machen. Daraus wurde eine nicht geplante Wanderung, die uns an Manau vorbei zum Landschaftspark Bettenburg führte.
Da Thomas die Luft ausging und der Rückweg bei sommerlichen Temperaturen noch vor uns lag, entschieden wir uns nur den Eingangsbereich von der Totenkapelle bis zum Denkmal der Geschwisterliebe zu besuchen.
Wir werden auf alle Fälle wieder kommen, um unter anderem auch die Ruine Altenburg in Augenschein zu nehmen. Daneben stünde dann auch Schloss Bettenburg auf dem Programm.
Das Ganze ist für sich schon einen Tagesausflug wert.

Schwedenschanze mit Aussichtsturm

Nach einem gemütlichen Frühstück bei strahlendem Sonnenschein begannen wir mit dem Rückbau unserer fahrbaren Mini-Wohnung, also Stützen und Markise rein, runter von den Keilen, Stühle und Tisch verstauen.
Die Heimfahrt sollte der Besuch der Wallanlage Schwedenschanze bei Eichelsdorf krönen.
Vom Wanderparkplatz am Waldrand von Eichelsdorf führt eine schmale Straße weiter in den Wald hinein. Auf der serpentinenartigen Wegführung gelangt man zum Wanderparkplatz Sieben Wege, ganz in der Nähe des Aussichtsturms.
Die wenigen Meter zum Turm gehen steil bergan und sind für Rollifahrer*innen nicht geeignet.
Von März bis Oktober ist der Turm am Wochenende und an Feiertagen von 10.00 – 18.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenfrei.
Weitere Informationen gibt es HIER.

Fazit: Fahresmühle und Schwedenschanze

Die Mühle, die Landschaft, die Natur und Kultur hat hier ihren besonderen Reiz.
Alles in allem war das Projekt Fahresmühle und Schwedenschanze für uns ein schönes Wochenende mit interessanten Erlebnissen und wir kommen gerne wieder.
Die Heimreise verlief unspektakulär und ganz gemütlich über Land.
Einfach das Wochenende beim Cruisen gemütlich ausklingen lassen und gechillt zu Hause ankommen.

Gehabt euch wohl, happy Camping & Cooking,
eure Freizeitnomaden und Genußjunkies

Sabine & Thomas

Text / Storytelling / Luftaufnahme: Thomas Luciow
Bilder / Fotografien: Sabine Hennek (Genussfotografin)

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